Erstes Screening von entomopathogenen Nematoden und Pilzen als Biokontrollmittel gegen den Zuckerrohrbockkäfer

Das Screening mehrerer Biokontrollmittel ergab, dass die Larven eines aufstrebenden Schädlings, eines Zuckerrohr-Langhornkäfers, eine hohe Resistenz sowohl gegen einen entomopathogenen Pilz (EPF) als auch gegen Nematoden (EPN) aufweisen. Diese Schlussfolgerung basiert auf Experimenten, die darauf abzielen, die Virulenz verschiedener lokal isolierter EPN- und EPF-Spezies zu testen, aber auch dazu beizutragen, die Resistenzmethoden dieses Schädlings zu verstehen. Die Forschung wurde von C · I · B-Postdoktorandin Dr. Marion Javal, C · I · B-Mitglied des Kernteams, Prof. John Terblanche, und Kollegen durchgeführt, die alle an der Stellenbosch University am Department of Conservation Ecology and Entomology tätig waren.

Der Zuckerrohr-Bockkäfer (Cacosceles newmannii) ist ein Cerambycid, der in Mosambik, eSwatini und Südafrika heimisch ist. Die Biologie dieses Käfers ist wenig bekannt und seine Wirtspflanzen sind noch nicht vollständig bestimmt. Larven dieses Käfers wurden 2015 in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal mit Zuckerrohr aus kommerziellem Anbau gefüttert. Sie graben Galerien in den Zuckerrohrhocker und nach oben in die Stiele, kommen aber hauptsächlich in den unterirdischen Stielen vor. Die Gründe für die Verlagerung dieses langhörnigen Käfers von seinen primären Wirtspflanzen auf Zuckerrohr sind noch unklar. Diese Art kann sich jedoch ausbreiten und erhebliche landwirtschaftliche und wirtschaftliche Verluste verursachen.

Diese Studie war die erste, die die Wirksamkeit mehrerer EPN und eines EPF als Biokontrollmittel gegen den Langhornkäfer untersuchte. Insgesamt schienen die Larven des Zuckerrohr-Bockkäfers resistent gegen die Biokontrollmittel zu sein. Nur eine der EPNs-Arten, Steinernema jeffreyense, verursachte eine Larveninfektion in sehr geringen Mengen. Ein Grund dafür ist, dass sich die mit den Nematoden assoziierten symbiotischen Bakterien, die den Tod der Käferlarven durch Septikämie verursachen, im Körper der Larven nicht entwickelten, was zu einer sehr langsamen Entwicklung der Nematoden führte.

Integriertes Schädlingsmanagement (IPM) ist ein Ansatz, der darauf abzielt, die Schädlingspopulationen zu reduzieren, den Pestizideinsatz zu begrenzen und damit die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu verbessern.

"IPM impliziert oft die Verwendung komplementärer Methoden, die synergistisch wirken können", sagt Marion Javal. Sie fügt hinzu: „Die von uns in dieser Studie verwendeten biologischen Kontrollmittel zeigten nur begrenzten Erfolg bei der Erhöhung der Larvensterblichkeit, aber ihre Pathogenität muss untersucht werden, wenn sie mit anderen Biopestiziden oder natürlichen Feinden kombiniert werden.“

Die Zeitung lesen

Javal, M., Terblanche, J.S., Conlong, D.E., Malan, A.P. Insects 2019, 10, 117; doi: 10.3390 / insects10040117

Weitere Informationen erhalten Sie von Marion unter marion.javal@gmail.com

Abbildung der Entwicklung von Steinernema jeffreyense in der Hämolymphe des Zuckerrohr-Bockkäfers (C. newmannii) (obere Linie) und in der größeren Wachsmotte (Galleria mellonella), von der bekannt ist, dass sie nach 48 und 72 Stunden stark anfällig für Nematoden-Infektionshämolymphe ist.
(Bildnachweis: Marion Javal)