Von Jill Neimark

1962 schlug der Physiker und Historiker Thomas Kuhn vor, dass die Wissenschaft nicht nur durch die schrittweise Anhäufung und Analyse von Wissen Fortschritte macht, sondern auch durch periodische Revolutionen in der Perspektive. Anomalien und Inkongruenzen, die anfangs möglicherweise ignoriert wurden, treiben ein Feld in eine Krise, argumentierte er und erzwang schließlich einen neuen wissenschaftlichen Rahmen. Copernicus, Darwin, Newton, Galileo, Pasteur - alle haben das angeführt, was Kuhn als „Paradigmenwechsel“ bezeichnet hat.

Thomas Kuhn ist Claudia Millers Held. Ein Immunologe und Umweltgesundheitsexperte an der Medizinischen Fakultät der Universität von Texas in San Antonio und…