In Deutschland werden No-Kill-Eier zum Verkauf angeboten, was die Eierindustrie etwas weniger monströs macht

Das deutsche Technologieunternehmen SELEGGT GmbH hat eine Methode entwickelt, um festzustellen, ob ein Ei ein männliches oder weibliches Küken enthält, bevor es schlüpft. Warum ist das nützlich? Männliche Küken sind für die Eierindustrie wertlos und werden getötet, sobald sie schlüpfen. Sieben Milliarden männliche Küken werden jedes Jahr lebend vergast oder geschreddert, da sie keine Eier legen und nicht schnell genug wachsen, um für Fleisch verkauft zu werden. Mit anderen Worten, Eierfabriken können kein gutes Geld aus ihnen machen, also werden sie sie los.

Schätzungsweise 4 bis 7 Milliarden männliche Küken werden jedes Jahr weltweit geschlachtet, weil sie keinem wirtschaftlichen Zweck dienen. Einige werden erstickt, andere werden lebend in Zerkleinerungs- oder Zerkleinerungsmaschinen gefüttert, um zu Reptilienfutter verarbeitet zu werden.

„Wenn Sie das Geschlecht eines Bruteis bestimmen können, müssen Sie keine lebenden männlichen Küken mehr aussortieren“, sagte Dr. Ludger Breloh, Geschäftsführer der SELEGGT GmbH, der das Vierjahresprogramm des deutschen Supermarkts Rewe Group leitete -Markeneier nachhaltiger.

Dies ist ein "Durchbruch", der das jährliche Zerreißen von Milliarden männlicher Küken weltweit beenden könnte. Der Prozess kann das Geschlecht eines Kükens nur neun Tage nach der Befruchtung eines Eies bestimmen. Männliche Eier werden zu Tierfutter verarbeitet, so dass am Ende einer 21-tägigen Inkubationszeit nur weibliche Küken schlüpfen können.

Breloh sagte, sein erster Durchbruch sei gelungen, als er sich an Wissenschaftler der Universität Leipzig wandte, bei denen Prof. Almuth Einspanier einen chemischen Marker - ähnlich einem Schwangerschaftstest - entwickelt hatte, mit dem ein in hohen Mengen in weiblichen Eiern vorhandenes Hormon nachgewiesen werden konnte. Nach neun Tagen mit Flüssigkeit aus befruchteten Eiern gemischt, ändert sich der Marker bei einem Mann blau und bei einer Frau weiß mit einer Genauigkeit von 98,5%.

Ein Laserstrahl brennt ein 0,3 mm breites Loch in die Schale. Dann wird Luftdruck auf das Äußere der Hülle ausgeübt, wodurch ein Tropfen Flüssigkeit aus dem Loch gedrückt wird. Der Vorgang dauert eine Sekunde pro Ei und ermöglicht das Sammeln von Flüssigkeit aus Eiern, ohne diese zu berühren.

„Es hat absolut einwandfrei funktioniert“, sagte Breloh in der Testphase. „Heutzutage legen weibliche Hühner Eier in deutschen Farmen, die gezüchtet wurden, ohne dass männliche Küken getötet wurden.“

Im vergangenen Jahr hat die SELEGGT GmbH die erste nach dieser Methode gezüchtete Hühnerbrut geschlüpft. Ihre Eier - die ersten, die von Hühnern verkauft wurden, ohne männliche Küken zu töten - kamen im November 2018 mit dem Siegel „respeggt“ in die Berliner Supermarktregale.

Die Rewe-Gruppe plant, die Eier in diesem Jahr in den deutschen Läden einzuführen, während die SELEGGT GmbH die Technologie ab 2020 in unabhängigen Brütereien installieren will.

Natürlich kann die SELEGGT GmbH dank der Monopolrechte (auch bekannt als Patente), die in der heutigen korrupten Weltwirtschaft immer noch legal sind, auf ihrem neuen Thron Platz nehmen und "Lizenzgebühren" von jedem fordern, der "seine Technologie" einsetzt, für die die Menschheit etwas tun muss für immer dankbar sein. Die SELEGGT GmbH verlangt von den Supermärkten, dass sie ein paar Cent mehr für jede Schachtel Eier zahlen, die mit dem entsprechenden Siegel verkauft werden. Schließlich hofft die Gruppe, das Modell in ganz Europa zu erweitern.

„Mit der Marktreife dieses Prozesses ist Deutschland Vorreiter“, sagte die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, deren Ministerium das Projekt finanzierte. "Sobald der Prozess allen zur Verfügung steht und die Brütereien ihn eingeführt haben, wird es keinen Grund und keine Rechtfertigung für das Keulen von Küken geben."